Ist ein Gehirntumor, der sich aus Gliazellen, sogenannten Astrozyten, entwickelt. Astrozyten sind Stützzellen des Gehirns, die an vielen wichtigen Funktionen beteiligt sind, einschließlich der Regulierung der Gehirnhomöostase, der Bildung von Blutbarrieren, der Regulierung der Neurotransmission und der Bildung von Narben nach Gehirnverletzungen.
Astrozytome können unterschiedliche Grade aufweisen, von Grad 1 (pilozystisches Astrozytom) bis Grad 4 (Glioblastom multiforme). Der Grad basiert auf der Tumormorphologie, der Wachstumsrate und dem Rückfallpotenzial.
Biomarker für Astrozytome können helfen, die Krankheit zu diagnostizieren, den Tumorverlauf vorherzusagen und die Behandlung zu leiten. Hier sind einige Beispiele für Biomarker, die mit Astrozytomen assoziiert sind:
1. IDH-Mutation: Mutationen im IDH1-Gen sind häufig bei Astrozytomen der Grade II und III. Das Vorhandensein dieser Mutation kann helfen, Astrozytome von Glioblastom multiforme zu unterscheiden, das eine geringere IDH-Mutationsfrequenz aufweist.
2. Verlust des ATRX-Proteins: Der Verlust des ATRX-Proteins ist häufig bei Astrozytomen der Grade II und III und kann verwendet werden, um die Überlebenszeit von Patienten vorherzusagen.
3. EGFR-Proteinexpression: Die EGFR-Proteinexpression ist oft mit Astrozytomen der Grade III und IV assoziiert und kann verwendet werden, um die Behandlung zu leiten.
4. Genexpressionsprofil: Das Genexpressionsprofil des Tumors kann helfen, den Fortschritt des Astrozytoms vorherzusagen und die Behandlung zu leiten.
5. MGMT-Proteinspiegel: Der MGMT-Proteinspiegel kann helfen, die Reaktion auf Chemotherapie und die Überlebenszeit von Patienten vorherzusagen.
