Mallorysche Trichromie

 

Die Mallory-Trichrom-Färbung ist eine Referenzmethode für die Visualisierung von Bindegewebe auf histologischen Schnitten; sie eignet sich insbesondere für den Nachweis von Kollagen, Netzhaut, Knorpel, Knochen und Amyloid.
 
Mallorys Trichrom basiert auf einer Kernfärbung mit Carbolfuchsin und einer damit verbundenen zytoplasmatischen Färbung mit G-Orange und einer hochgradig selektiven Kollagenfärbung mit Anilinblau.
 
Die Elektivität der Methode beruht auf der unterschiedlichen chemischen Affinität der verwendeten Farbstoffe zu den Makromolekülen des Gewebes. Insbesondere die Phosphomolybdänsäure spielt eine wichtige Rolle, da sie als Brücke zwischen den Gewebestrukturen, an die sie selektiv bindet (Kollagenfibrillen, Zellmembranen usw.), und Anilinblau (amphoterer Farbstoff) dient. Der andere Bestandteil von Mallorys Trichrom, das orangefarbene G, das keine Affinität zur Phosphomolybdänsäure hat, färbt die übrigen Strukturen (die keine Verbindung zur Phosphomolybdänsäure haben).
 
Hier sind einige Beispiele für Mallory-Trichrom-Färbungen:
  • Zellkerne, Neurofibrillen, Myolle, Knorpel- und Knochengewebe: rot
  • Kollagene Fasern: Blau
  • Erythrozyten, Myelin: goldgelb
  • Elastische Fasern: blass rosa-gelb oder farblos

 

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