Disaccharide

Disaccharide

Disaccharide sind Kohlenhydrate, die aus zwei Monosaccharideinheiten bestehen, die durch eine glycosidische Bindung verknüpft sind, die durch eine Kondensationsreaktion (Dehydratation) entsteht. Sie haben die allgemeine Summenformel C12H22O11. Die glycosidische Bindung ist eine kovalente Verbindung zwischen den Hydroxylgruppen der beiden Monosaccharide, die sich in Position und Konfiguration (α oder β) unterscheiden kann, was zu verschiedenen Disaccharidtypen mit unterschiedlichen Eigenschaften führt.

Häufige Disaccharide

  • Saccharose: besteht aus Glucose und Fructose, verbunden durch eine α-1,2-glycosidische Bindung. Sie ist ein nicht reduzierender Zucker, da beide anomeren Kohlenstoffatome an der Bindung beteiligt sind.
  • Lactose: besteht aus Glucose und Galactose, verbunden durch eine β-1,4-glycosidische Bindung.
  • Maltose: besteht aus zwei Glucoseeinheiten, die durch eine α-1,4-glycosidische Bindung verknüpft sind.

Disaccharide sind wasserlöslich und dienen als wichtige Energiequelle in Organismen. Bei der Hydrolyse liefern Disaccharide zwei Monosaccharide, die anschließend in Stoffwechselwege eintreten können. Bildung und Spaltung von Disacchariden erfolgen durch enzymatische Prozesse, die für Verdauung und Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung sind.